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Nicht nur auf der Bühne ist Kunst zu erleben - das MiR ist ein Gesamtkunstwerk!
Schon von weitem zieht es Besucher durch seine außergewöhnliche Architektur an. Durch die rechteckige Glasfassade scheint die beleuchtete Rotunde des Großen Hauses. Je näher man kommt, desto mehr Details werden sichtbar: sei es die Röhrenplastik von Norbert Kricke an der Außenwand des Kleinen Hauses, sei es die von Robert Adams gestaltete kantige weiße Betonfront der Kassenhalle. Auch im Inneren setzt sich die in den fünfziger Jahren von Architekt Werner Ruhnau und seinem Künstlerkollektiv präzise geplante Baukunst fort. Neben den berühmten blauen Reliefs von Yves Klein im Foyer - den größten Wandreliefs des Künstlers überhaupt - gibt es dort z.B. auch noch die originalen Sessel, die einen in sich stimmigen Gesamteindruck vermitteln. Diese organische Verbindung von spektakulärer Architektur und bildender Kunst macht das MiR zu einem der bedeutendsten Theatergebäude der Nachkriegszeit.
Nachdem die gesamte Außenhaut des Theaters vor einigen Jahren erneuert wurde, ist nun der Zuschauerraum an der Reihe: Die Stadt Gelsenkirchen hat sich entschlossen, diesen ab Mai 2009 von Grund auf zu renovieren. Pünktlich zum 50. Geburtstag am 15.12.2009 wird das Große Haus feierlich wiedereröffnet!
Bauzeit 41 Monate
Baukosten 19 Millionen DM
Großes Haus 1008 Plätze
Kleines Haus 336 Plätze
Glasfassade 4500 qm
Architekt und beteiligte Künstler Werner Ruhnau Yves Klein Jean Tinguely Robert Adams Norbert Kricke Paul Dierkes
Eröffnung 15.12.1959
Denkmalgeschützt Seit 1997
(Text Musiktheater)
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