Patrick Salmen

Ekstase

Obacht, dies ist ein Pressetext! Aus Budgetgründen muss ich ihn selber schreiben und
das ist traurig. Dieser Text soll Sie, lieber Zuschauer, zu meinem Live-Programm locken
und einen kleinen Vorgeschmack liefern, was sie an diesem illustren Abend erwarten
könnte. Aber wie sagt man so schön: Erwartungen sind die Grundlage jeder
Enttäuschung.
Zwar könnte ich Ihnen an dieser Stelle etwas von lustigen Ballontieren, Lasershow und
Pyrotechnik erzählen, aber faktisch gesehen sitz ich zwei Stunden lang auf einem Stuhl
und lese Geschichten vor. Disco, Baby! Manchmal wechsle ich die Tonlage, gucke
grimmig oder kichere über meine eigenen Witze. Performancetechnisch passiert da nicht
viel. Vielleicht irgendwas mit Oboen.
Ich präsentiere neue und unverbrauchte Kurzgeschichten aus meinem Buch Ekstase.
Das Buch habe ich bereits selbst gelesen und finde es sehr gut. Es handelt von Zweifeln
und der Schönheit des Widerspruchs, von Franzbrötchen und Feminismus, von
Popmusik und der Ironisierung der Welt, von Volker und Kerstin und am Ende sind
wahrscheinlich wieder alle tot. In den bedeutungsschwangeren Kunstpausen werde ich sehnsuchtsvoll in die Ferne schweifen, ein Glas Weißwein schwenken und den
Künstlerschal für mich sprechen lassen.
Kenner wissen: Der Name Patrick Salmen steht seit Jahren für bedingungslose
Lebensbejahung und das innere Cocktailschirmchen in uns allen. Drum eilen Sie herbei,
es wird ein Spektakel! Vielleicht werden Sie dann und wann aufschauen und laut
verkünden: „Haha, ein schelmischer Jokus, den ich durchaus als galant und cremig
beschreiben würde. Chapeau!“ Vielleicht aber auch nicht. Dann können Sie das Buch
gerne als Untersetzer, Hut oder sehr sperriges Ausmalbuch benutzen. Falsche Eitelkeit
liegt mir fern und im Grunde sind Bücher auch nur sehr elastische Bretter. Wie gesagt:
ich bin da offen. Nach der Lesung: Resignierstunde. Oder Rave.

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