20 Jahre emschertainment – wie wir wurden, was wir sind.

Eigentlich beginnt der Prolog zur heutigen emschertainment GmbH schon im Jahr 1992. Damals gründete der Kirchenkreis Gelsenkirchen die Gesellschaft für Arbeitsförderung, berufliche Bildung und Soziokultur, kurz: GABS GmbH. Ein Bereich dieser Unternehmensgruppe war das Soziokulturelle Zentrum KAUE. Diesen Betrieb in der damaligen Veranstaltungslandschaft zu etablieren, war nicht ganz einfach, denn andere Soziokulturelle Zentren wie die Zeche Carl in Essen oder den Bahnhof Langendreer in Bochum gab es schon deutlich länger und diese Häuser waren in der Szene bestens etabliert. Da brauchte man eigentlich nicht noch einen weiteren Mitspieler. Es gelang uns aber mit den Jahren immer besser, uns am Markt zu behaupten und zu etablieren.

 

Nach einigen harten Anfangsjahren war die Marke KAUE ein fester Bestandteil in der Veranstaltungslandschaft des Ruhrgebiets. Als der damalige Oberbürgermeister Oliver Wittke beschloss, das in die Jahre gekommene Hans-Sachs-Haus zu sanieren, entstand die Idee, für den künftigen Betrieb des dortigen Konzertsaals eine neue Betreibergesellschaft aufzubauen. Den Personalpool dafür sollte die Crew der KAUE bilden, die nach der Sanierung als Tochtergesellschaft der Stadtwerke beide Häuser bespielen sollte. Soweit die Theorie. Die emschertainment wurde 2004 auch planmäßig gegründet. Allerding verlief die Sanierung des Hans-Sachs-Haus danach nicht ganz nach Plan, sondern dauerte etwa 10 Jahre lang.

 

In dieser Zeit ging die emschertainment aber nicht etwa in die Warteschleife. Bereits 2005 übertrug uns der damalige Oberbürgermeister Frank Baranowski unter der Leitung des WM–Beauftragten Theo Wagner die Organisation des FIFA-Fan-Festes in der legendären Glückauf–Kampfbahn. Was folgte, war im Jahr 2006 die Gelsenkirchener Version des Sommermärchens: 31 Tage mit 400.000 Fans und atemberaubenden Spielübertragungen. Dazu Superstars wie Bryan Adams, Status Quo, den Simple Minds, Tokio Hotel und etlichen anderen Künstlern auf der Großbühne. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die emschertainment souverän in allen Veranstaltungsformaten angekommen.

Das erworbene Know–How wurde wenige Jahre später gleich wieder gebraucht: das Ruhrgebiet wurde Kulturhauptstadt und in der RUHR.2010 konnte die emschertainment einige gewichtige Beiträge leisten, um Gelsenkirchen im Kanon mit den anderen Ruhrgebietsstädten sehr gut in Szene zu setzen. Die RUHR.2010 war auch die Geburtsstunde der Beginn eines Festivalformates, welches danach siebenmal hintereinander im Buerschen Goldbergpark stattfand: das BLIND DATE Festival, dessen Idee und dessen Umsetzung komplett aus der Kreativschmiede der emschertainment stammten. Stefanie Heinzmann und ihre Band, die britische Musikgruppe Level 42, Manfred Mans Earth Band oder Herbert Knebels Affentheater waren nur einige der Bands, die dort legendäre Konzerte ablieferten – und stünde auf dem Gelände nicht der neue Busbahnhof, liefe das Festival vermutlich bis heute noch. (Foto: Uwe Jesiorkowski)

 

Die Kaue lief in all den Jahren als Programmgarant für tolle Kleinkunst- Konzert und Comedyveranstaltungen unter der Regie der emschertainment weiter – und sie tut es bis heute. Kein Ende in Sicht! Dieses Haus ist quasi unser Baby und gehört zum Inventar. 2013 kam dann endlich das zwischenzeitlich fertig sanierte Hans-Sachs-Haus hinzu, zwar nicht mehr mit dem ursprünglich geplanten Konzertsaal, aber immerhin mit einem multifunktionalen Raumkonzept, das sich insbesondere im Bereich Tagungen, Kongresse und Galaveranstaltungen etablieren konnte. Und das Portfolio unserer Veranstaltungshäuser erhielt mit der Fertigstellung der Heilig-Kreuz-Kirche als Veranstaltungssaal spätestens seinen Ritterschlag. Dieses Haus sucht seinesgleichen. (Foto: Uwe Jesiorkowski)

 

Ein Auftritt in der eventlocation gelsenkirchen – heilig kreuz kirche

Mit unseren heutigen räumlichen Möglichkeiten braucht die emschertainment GmbH im Ruhrgebiet keinen Vergleich zu scheuen. Wir sind sehr froh und auch ein wenig stolz auf diese mit den Jahrzehnten gewachsene Struktur, in der bis heute neben vielen neuen, jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer noch eine ganze Reihe alter Silberrücken aus den Anfangsjahren mitwirken.

Danke an alle, die dabei waren und alle, die dabei sind!